Dieses Öl auf Pappelholz hat in den Jahrhunderten, die vergangen sind, seit Dürer die nördliche Renaissance dominierte, verschiedene Namen erhalten. Die Anbetung der Dreifaltigkeit wird manchmal auch als Allerheiligen, Allerheiligenbild oder Landauer Altar bezeichnet. Der Stil und die Größe weisen sofort auf die Renaissancezeit hin, als riesige Kunstinstallationen in Auftrag gegeben wurden, um die Innenräume religiöser Gebäude auf dem gesamten europäischen Kontinent zu schmücken. Am berühmtesten war natürlich die Sixtinische Kapelle, die die Hilfe unzähliger Künstler in Anspruch nahm, um ihre Besucher zu verblüffen. Raffael und Michelangelo waren nur zwei davon. Verantwortlich für diesen Auftrag war Matthäus Landauer aus Nürnberg.

Es war für eine der Heiligen Dreifaltigkeit und Allen Heiligen geweihte Kapelle bestimmt, daher der Inhalt des fertigen Altarbildes. Dürer brauchte ungefähr drei Jahre, um dieses Gemälde fertigzustellen, obwohl er in dieser Zeit nicht nur an diesem Projekt gearbeitet hätte. Das fertige Stück ist in einen skulpturalen Rahmen eingefasst, der ein Wappen und eine Szene aus dem Jüngsten Gericht enthält. Das verwendete Wappen ist das der Familie Landauer, die dieses schöne Kunstwerk zugunsten ihrer gemeinnützigen Einrichtung großzügig bezahlt hat. Die Komposition zeigt Jesus Christus, Gott und den Heiligen Geist, dargestellt als Taube. Es gibt dann eine Fülle von Putten, die diese Figuren in den Wolken umkreisen, während eine Versammlung von Heiligen den größten Teil der unteren Hälfte des Gemäldes bedeckt. Das Kunsthistorische Museum in Wien beherbergt in seiner beeindruckenden Sammlung auch Werke von Raffael, Pieter Bruegel, Jan van Eyck, Vermeer, Caravaggio und Diego Velazquez.